Informationen zum Strukturprozess

Aufgrund des vom Landeskirchenamt vorgelegten Stellen- und Strukturplanes vom 28. April 2019 (siehe vorige Ausgabe der Kirchennachrichten) ergibt sich keine Möglichkeit, die bewährte Struktur eines Kirchspiels mit der Stadt Radeberg als Zentrum beizubehalten oder auszubauen.

Um inhaltlich Gewachsenes dennoch in größtmöglichem Maße zu bewahren, hat der Kirchenvorstand auf seiner Sitzung am 1. Juli 2019 einstimmig die Vereinigung der Kirchspielgemeinden zu einer Gesamtgemeinde beschlossen. In diesem Zusammenhang wurde auch die künftige Zusammenarbeit mit der Region I (Langebrück, Klotzsche, Ottendorf-Okrilla, Weixdorf, Medingen-Großdittmannsdorf, Wilschdorf-Rähnitz) beschlossen. Beides bedarf nun intensiver Gespräche, Planung und Vorbereitungen, um ab dem 1. Januar 2021 in diesen neuen Konstellationen die gemeinsame Arbeit beginnen zu können.

Wir möchten bei allem, was dieser Prozess an Veränderung und sicher bei Einzelnen auch an Befürchtungen mit sich bringt noch einmal darauf hinweisen, dass, da der Stellen- und Strukturplan eine zumindest mittelfristige Stabilität der derzeitig vorhandenen Stellen im Verkündigungsdienst vorsieht, sich am Leben unserer Gemeinden vor Ort absehbar wenig ändern wird.

Die Erfahrungen aus 2000 Jahren Kirchengeschichte zeigen zudem aus unserer Sicht, dass Kirche und Gemeinde vor Ort besteht und wie sie das tut, in erster Linie weniger an den vorgegebenen Strukturen hängt, sondern an den Menschen, die ihren Glauben vor Ort leben und davon weitergeben. Gott sei Dank ist das so. Und wir möchten an dieser Stelle ausdrücklich dazu ermutigen.

Im Namen des KV
Johannes Schreiner