Update Seele 17.05.2020

Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass, seid dankbar in allen Dingen; Prüft aber alles und das Gute behaltet. Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch und bewahre euren Geist samt Seele und Leib unversehrt. (1. Thess. 5, 16-23 i.A.)

Was ist das Unangenehme an einer Krise? Warum will niemand eine Krise? Krise ist ein griechisches Wort und bedeutet ursprünglich Entscheidung. Krise ist ein Punkt, an dem eine Entscheidung fällig ist oder an dem es sich entscheidet (z.B. im Krankheitsverlauf). Ich weiß also erst einmal nicht, wie es weitergeht und wie es weiter gehen soll. Eine Wegscheide. Mindestens zwei Wege sind möglich. Oder drei: rechts, links, zurück. Es ist klar. So geht es nicht weiter, aber wie es weiter geht, das ist eben unklar. Und nun trete ich auf der Stelle. Ich muss verharren. Das ist das Unangenehme an der Krise.

Was steht für mich (vielleicht auch im Blick auf die zurückliegenden Wochen) auf dem Prüfstand?

Vor welchen Entscheidungen stehe ich gerade?

Was ist für mich das Gute, das ich gern behalten möchte? Und was hilft mir, daran fest zu halten?

Lässt sich in meinen er- und durchlebten Krisen Gutes entdecken?